Fu Kar We: F R a U is for me (and Tatouage) G
Frau G.
Freitag, 18. Februar 2005
No Breakfast at Tiffanys
Meine Begeisterung für Erkältungskrankheiten hat schon wieder spürbar nachgelassen, Mir war wohl entfallen wie unangenehm es sich anfühlt, wenn der Kopf rein subjektiv einem Ballon gleicht, die Nase unablässig läuft, der Hals sich weigert seinem Schluckreflex nachzukommen und alles irgendwie seltsam schmeckt.

Am gemeinsten ist aber, dass ich das Brunch mit Freunden für Sonntag canceln musste, Freunde, die ich wirklich gerne mal wieder gesehen hätte.

Blöd.

Aber so wie ich mich momentan fühle wird das bis Sonntag nie im Leben besser sein. Da muss man realistisch bleiben. Und versuchen einen neuen Termin für die nächste Woche auszumachen.

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Donnerstag, 17. Februar 2005
Schnief und krächz
Ich glaube der allgemeine Erkältungs-Hype hat mich gepackt.

Bereits beim aufwachen trieften Nase und Augen und der Hals fühlte sich an, als habe ihn jemand mit der Kartoffelreibe bearbeitet - innerlich.

Seltsam eigentlich. Als ich vor nunmehr fast zweieinhalb Jahren ernstlich erkrankte, ging es mir wirklich dreckig. Mein Immunsystem war dermassen im Eimer, dass ich mir ständig Magen-Darm Viren aufsackte und irgendwann nur noch vollkommen panisch reagierte, sobald ich auch nur hörte irgendwer hinge krank mit einer seiner Körperöffnungen über der Kloschüssel.

Was ich hingegen in der gesamten Zeit nicht abbekam war eine Erkältung.
Herr G. schniefte, hustete, fieberte, schneuzte, schleimte und röchelte was das Zeug hielt und ich lag daneben, von Übelkeit und Schwindel geschüttelt, geschwächt und am Ende sämtlicher Kraft, aber ohne mich je bei ihm anzustecken.

Meine Leukozyten waren zwar ständig besorgniserregend erhöht, ohne dass sich je ein dazugehöriger Entzündungsherd finden liess, aber ich hätte scheinbar problemlos eines ganzes Lazarett Influenzakranker pflegen können, ohne ein einziges Kratzen im Hals.

Und nun, quasi auf dem Weg der Genesung, der Zielgeraden sozusagen, erwischen mich doch tatsächlich diese kleinen, gemein Bazillen. Und ich? Ich freue mich perverserweise, weil sie für mich nur eins sind: ein Zeichen von Normalität nach zweieinhalb Jahren Ausnahmezustand. Ich fühle mich "back from hell".

Auch wenn das jetzt ganz sicher kaum jemand begreifen wird, diese Erkältung ist mein ganz persönliches, kleines Erfolgserlebnis.

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Dienstag, 15. Februar 2005
Runter kommen oder auf die Palme gehen?
Protagonisten:

Frau G. (33, keine Kinder)
Frau X (35, 1 Kind)
Mini-X (Kind von X, 2 Jahre alt)

Mini X: *hust**schnief**keuch*
Frau G.: Ach, Du bist ja ganz schön erkältet.
Frau X: Ich weiss auch nicht woher sie das schon wieder hat.
Frau G.: Aus der Spielgruppe in die sie zweimal die Woche geht?
Frau X: Achso, ja, stimmt ja. Mini, iss doch mal was von der Kartoffel!
Frau X versucht Mini mit Kartoffel und Kräuterquark zu füttern.
Mini:-X: *KREISCH* *wegdreh* *spuck*
Scheinbar sind Zweijährige nicht so versessen auf kalorienarme Modelernährung zum Abendessen.
Frau X: Mini, möchtest Du lieber einen Joghurt.?
Frau G.: Also, ich weiss nicht, Milchprodukte sind bei Erkältungen nicht so gut die schleimen noch zusätzlich.
Frau X: *schockiert* Was? Aber sie nimmt doch nur Milch in ihre Flasche....
Frau G.: Öhm, wie? Welche Flasche?
Frau X: Wenn sie abends ins Bett geht bekommt sie immer eine Trinkflasche mit Milch.
Frau G: *blödguck* Und warum?
Frau X: *beschämt zu Boden blickend* Das braucht sie um runter zu kommen...

Was übersetzt wohl heisst, dass Mini-X nicht gerne ins Bett geht und mit einer Flasche zum schweigen gebracht wird, weil Muddi-X keinen Bock auf das Geschrei hat.

Frau G.: Mal abgesehen von der Erkältung ist so eine Nuckelflasche allgemein ungünstig und Milch nach dem Zähneputzen geht gar nicht.
Frau X: Aber da ist doch kein Zucker drin.
Frau G.: Da ist Milchzucker drin und ausserdem umspült die Flüssigkeit aus der Nuckelflasche permanent die Zähne, Was den Zahnschmelz angreift.
Frau X: *fassungslos* ECHT?
Frau G.: *auch fassungslos* Ja, echt. Sogar wenn nur Wasser drin ist.
Frau X: Was mache ich denn jetzt?
Frau G. denkt: Dir jemanden suchen der Dir beibringt wie man ein Kind erzieht und dass man Grenzen setzen muss.
Frau G. sagt: Vielleicht erstmal nur Wasser in die Nuckelflasche statt Milch geben und nach einer Weile die Nuckelflasche durch eine Schnabelflasche ersetzen.

Mini-X, sich derweilen unbeobachtet fühlend, schmiert sich fröhlich Kräuerquark über die Klamotten und über den Tisch.
Frau G.: Vielleicht sollte man ihr ein Lätzchen umbinden?
Frau X: das braucht sie eigentlich nicht.
Frau G.: *lacht* Ja, das sieht man.
Frau X: *holt das Lätzchen, bindet es Mini X um*
Mini-X: *KREISCH *ZETER* *BRÜLL* *TOB*
Frau X: Ich nehems Dir sofort wieder ab! Guck mal, meine Süsse, Mami hat das dumme Lätzchen doch schon wieder abgenommen. *panikschieb*
Willst Du vielleicht Mamis Perlenkette haben, zum spielen? Nein? Noch ein bisschen Kartoffel?
Mini X. *KREISCH* *WÜT* *KOPFSCHÜTTEL*
Frau X hebt Mini X aus dem Kinderstuhl.
Mini X tappt zum Küchenschrank, macht ihn auf und langt sich eine Handvoll Salzbrezeln. *schmatz**kau**brösel*
Frau X: Hihi, ist sie nicht unheimlich klug?
Frau G..: *fassungslos* Ja, allerdings....
denkt; Vor allem erheblich cleverer als ihre Mutter.

Soviel zu dem Thema "ich jobbe ein bisschen als Kinderbetreuerin, um mir meine Ausbildung zu finanzieren."
Ich glaube ich sollte lieber ins Super-Nanny Geschäft einsteigen. Bedarf scheint ja vorhanden zu sein...

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Letzte Aktualisierung: 2013.07.29, 16:19