Fu Kar We: F R a U is for me (and Tatouage) G
Frau G.
Sorry, you need system administrator rights for that.

Montag, 13. September 2004
The Life of Blogger
1. Weblogs sind gut, weil …
Sie die Möglichkeit bieten ohne grosses Tamtam eine stattliche Anzahl tagebuchähnlicher Eintragungen zu sammeln. Ausserdem besitzen sie oft einen gewissen Unterhaltungswert. Es ist zumindest interessant einen kleinen Ausschnitt aus dem Leben anderer zu erhaschen.

2. Weblogs sind böse, weil …
Weblogs selbst können gar nicht böse sein. Die armen Dinger können sich ja nicht gegen den Schwampf wehren mit dem sie gefüllt werden. Es gibt also höchstens bösartige Blogger. Wobei ich persönlich das Worte "böse" eher gegen "bescheuert" eintauschen möchte.

3. Warum schreibst Du ein Weblog?
Weil es mir Spass macht Ereignisse, Bilder und Links zu sammeln, ohne dass ich dabei Regale und Zimmer vollmüllen muss und alles ganz einfach per Suchfunktion wieder finden kann.

4. Was ist die beste/persönlichste/schönste Geschichte in Deinem Weblog?
Die meistgelesene ist zumindest diese hier.

5. Das Beste deutschsprachige Weblog ist …
Jedenfalls keines dieser sogenannten Larifari-Kultblogs, geführt von aufgeblasenen Wichtigtuern und/oder Online-Diven. Ich mag kleine, persönliche Blogs und meine Vorlieben ändern sich ständig. So wie die Blogs auch.

6. Wer (welche Persönlichkeit) sollte noch Weblog schreiben? .
Marcel Reich-Ranicki.

7. Die ultimative Bedeutungsfindung: Was ist ein Weblog? .
Eine Plattform des virtuellen Exibitionismus´ realer oder auch erfundener Personen.

via cult7

... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 11. September 2004
Urlaub für die Sinne
Unter diesem Motto stehen die nächsten Tage und das haben wir uns auch verdient, besonders der arme Herr G., der die letzten Monate Stress ohne Ende erdulden musste, welcher in einigen Wochen auch wieder verschärft weitergehen wird.

Heute jedoch haben wir uns einen wirklich schönen Tag gegönnt, beginnend mit Sektfrühstück in unserer hübschen, sonnigen Küche, um anschliessend Richtung Schanze aufzubrechen, denn dort wurde ab 11:00 Uhr Herrn G.s Geburtstagsgeschenk eingelöst, in Form eines Sushi Kochkurses.

Das war nicht nur lecker, sondern hat auch noch wahnsinnig viel Spass gemacht. Die beiden japanischen Sushi-Meisterinnen hatten alles fest im Griff und Herr G. hat sich als Meister der Dekoration erwiesen, wohingegen ich mich als weltbeste Reiswürzerin hervortat.



Interessant fand ich, dass in einer Gruppe wie bei diesem Kochkurs manche Teilnehmer immer wieder gerne gewisse Klischees bedienen. Da gibts die Schüchternen, die Draufgänger, die Ungeschickten und die Spassvögel, die Fleissigen, die Faulen, aber last but not least leider immer auch die Klugscheisser.

Nennen wir dieses Pärchen aus Datenschutzgründen mal Muschi und Schnuffel. Muschi und Schnuffel wohnen auf dem Dorf und die ganze Kohle, die sie dort an Miete sparen, geben sie für Fernreisen aus, natürlich auch nach Japan. Muschi kann zwar nicht kochen und produzierte dementsprechend furztrockenen, bröckelnden Reis, wusste aber alles über Sushi und natürlich alles besser.

Muschi laberte und laberte, sprach ständig Schnuffel mit vollem Namen an und zwar so laut, dass alle anderen an der Konversation horribile teilnehmen mussten, ob sie wollten oder nicht. Schnuffel ist der Chefkoch im Hause Schnuffmuschi und wird mit Dauerlob bei Laune gehalten, sagt aber gerne auch mal Sachen wie: "Ich muss ja eh alles machen zuhause." Was definitiv nicht stimmt, das reden übernimmt nämlich Muschi.

Nach dem Motto keine Ahnung und davon viel, sülzte sie Gefasel, dass sich dann grösstenteils als unsinnig herausstellte, über Teezeremonien, Pflaumenwein und die Sushi-Preise in Japan. Ausserdem trug sie einen hellblauen Kunstfaserpullover, der ihre Bauerntrampelmöpse noch dicker aussehen liess.

Sie war schrecklich sauer als mein Reis gelobt wurde und ihrer nicht und fragte dreimal nach, ob das nicht doch Geschmackssache sei. Klar, genau so wie hellblaue Kunstfaserpullis. Alles Geschmackssache.

Die anderen waren aber wahnsinnig nett und es hat viel Spass gemacht gemeinsam zu kochen, zumal fast alle Sushi AnfängerInnen waren.
Beladen mit einem dicken Paket nach dem gemeinsamen Festmahl übriggebliebener Leckerlis, zogen wir am Nachmittag von dannen, nicht ohne uns zu versichern, dass das garantiert nicht unser letzter Kochkurs war.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 10. September 2004
Guten Appetit
Herr G. und ich gehen gerne frühstücken. Am Wochenende ist das auch kein grosses Problem, Brunchbuffets so weit das Auge reicht, aber unter der Woche muss man schon mal gut überlegen, wo man lecker und günstig satt wird, wenn keine Lust vorhanden ist den Frühstsückstisch selbst zu decken. Deshalb fällt unsere Wahl meistens auf´s Schweinske , denn die Frühstüsckspreise dort sind moderat und der Service meist ganz flott.

Inzwischen haben wir allerdings feststellen müssen, dass es qualitativ und preislich drastische Unterschiede zwischen den einzelnen Filialen gibt.

Das Schweinske in Winterhude, Sierichstraße 122, liegt zwar quasi für uns um die Ecke, ist aber das teuerste von allen Schweinskes und das Frühstück für die Tonne. Immerhin, man hat die Möglichkeit draussen zu sitzen und der Verkehr hält sich aufgrund der Einbahnstrassensituation lautstärketechnisch noch in Grenzen, aber sonst stimmte gar nichts. Wir bestellten ein Schlemmerschwein mit Rührei und Schinken und eine grosse Sause mit Spiegelei und Schinken, zwei Milchkaffee, einen O-Saft und zwei Gläser Sekt. Das ist unser Standartfrühstück. Das nehmen wir in dieser Form fast immer zu uns.

Die Bedienung in dieser Filiale war schnarchlangsam, orientierungslos und schwer von Begriff. Beim Schlemmerschwein fehlte der Camenbert, beim Sekt die Kohlensäure, beim Milchkaffee der Kaffee und bei den Eiern der Geschmack, dafür trieften sie vor Fett. Der Schinken war versalzen und der Saft schmeckte abgestanden. Der Preis betrug 20 Euro, was noch o.k. wäre, hätten wir wenigstens mit Genuss gefrühstückt. So trauerten wir um jeden Cent.
Deshalb: 3 von 10 Punkten.

In Fuhlsbüttel, Hummelsbütteler Landstraße 15, sind die Bedienungen eindeutig cleverer und schneller und die Eier schmecken hier besonders fluffy. Vom Milchkaffee kriegt man als empfindlicher Mensch allerdings schnell einen Herzinfarkt, denn der Kaffee kommt hier direkt aus der Espressomaschine. Dieser Schweinske ist realtiv neu und hat oft spezielle Frühstücksangebote in petto, z.b. ein Sektfrühstück für 8.50 Euro pro Nase, das als wirklich üppig zu bezeichnen ist. Die Brötchen, die jede Filiale selbst backt, sind hier leider ziemlich hart und die Geräuschkulisse draussen ist reichlich laut.. Ausserdem scheinen sich hier alle Raucher Hamburgs am morgen zu treffen und das nervt, wenn man nicht gerne als Räuchermännchen nachhause gehen möchte.
Trotzdem: 7 von 10 Punkten, wir stehen nunmal auf fluffy Rührei.

Im Schweinske Barmbek, Barmbeker Markt 19, sind die Brötchen grundsätzlich warm und die Bedienung ist goldig und nett, die Plätze draussen sind durch eine Hecke von der Strasse abgetrennt und man kann sogar im Strandkorb frühstücken. Eigentlich unser Favorit, zumal man hinterher so nett in der Hamburger Strasse shoppen gehen kann.
Unser Testsieger: 9 von 10 Punkten.
Gäbs hier so ein lecker Sektfrühstück wie in Fuhlsbüttel, wären es glatt 10 Points.

Beim Schweinske Eimsbüttel, Kieler Straße 284, ist die Parkplatzsituation ein wahrer Horrortrip. Es ist ausserdem ziemlich klein und eng und meistens voll besetzt, aber das garantiert zumindest einen gewissen Unterhaltungswert, weil man problemlos die kruden Gespräche anderer Gäste mitverfolgen kann.

Rauchen tut hier kaum jemand und die Eier sind die besten von allen Schweinskes, die wir bisher getestet haben. Wer sich also gerne Cholesterin in gesteigertem Masse reinpfeifft, ist hier gut aufgehoben. Ausserdem ist es neben Barmbek das preisgünstigste Schweinske.
Unser Voting: 8 von 10 Punkten weil wir Eier und spassige live-reality-Unterhaltung mögen, ausserdem sparen wir gerne morgens ein paar Euro, das hebt die Laune.

Im Schweinske Bramfeld, Bramfelder Chaussee 278-280, haben wir zugegebenermassen bisher noch nie gefrühstückt, aber schon ein paar Mal warm gegessen und das war immer grosse Klasse. Krosse Pommes, nirgendwo eklige Fettspuren, ordentliche Portionen und eine nette Bedienung.
Wir sagen: 7 von 10 Punkten, einfach mal auf Verdacht, weil das Mittagessen dort so lecker ist.

Leider gibt es kein Schweinske, dass lecker Rührei, krosse Brötchen und frischen O-Saft ans Bett liefert, das muss ich leider immer noch bei Herrn G. bestellen, dafür bekommt er aber auch volle Punktzahl.

... link (2 Kommentare)   ... comment


Online seit 8071 Tagen
Letzte Aktualisierung: 2013.07.29, 16:19