| Frau G. |
|
... newer stories
Dienstag, 15. März 2005
Mehr Spass beim Sex mit der Pille aus den Anden
frau g., 10:36h
Dieses grosszügige Angebot eines Herrn, dessen Mail Absender "max-po" lautet, kommt leider momentan etwas ungünstig, denn aus aktuellem Anlass grüble ich mehr darüber nach, wie ich diese Renovierungsaktion heil überleben soll und nicht über noch mehr Spass beim Sex.
Überhaupt, was soll bei einem Produkt aus den Anden den Spassfaktor bringen? Dass man es unter einer Lamafelldecke mit bekloppter Strickmütze auf dem Kopf treibt? Als Vorspiel nur mit einem Poncho bekleidet, Panflöte spielend ums Bett tanzt? Ach, egal ich wills gar nicht wissen. Wahrscheinlich liege ich mit meinen Vermutungen eh wieder daneben. So wie gestern, als ich zu Ikea fuhr, munter davon ausgehend, dass es dort an einem Montag morgen sicher nicht besonders voll sein würde. Nicht bedacht hatte ich, dass HH Schulferien hat und alle Studenten Semesterferien und dementsprechend war es nicht voll, sondern brechend voll. Überall Erstsemester, die gerade das Wagnis des zusammenziehens eingehen wollen und stundenlang an den Beratungsständen die Verkäufer vollquatschen, weil sie sich nicht entscheiden können. Dann die Familien mit den Kids, die die Bälger den Wagen schieben lassen, was zur Folge hat, dass man seine Füsse möglichst schnell ins Sicherheit bringen sollte, wenn man seine Zehen behalten möchte, weil die kleinen Biester alles umnieten was sich bewegt. Früher, als noch alles besser war, kamen die Kinder ins Bällebad. Heute streifen sie wie Raubtiere durch den Laden, hinterlassen auf allem was nur annähernd weiss ist ihre Fussspuren und lassen gefühlte 50 mal hintereinander den Deckel der Truhenbänke herunterkrachen, während die begeisterte Mutti seelenruhig nach einem Stuhl sucht, der gut genug verschraubt ist, dass die Plagegeister ihn mit ihren Turnübungen, die sie darauf veranstalten nicht gleich wieder zu Kleinholz zerlegen können. Dazwischen jede Menge Rentner die sich, aus mir unverständlichen Gründen, sowieso immer im dicksten Trubel in Supermärkte und Möbelhäuser stürzen, um dann im Schneckentempo durch die Gänge zu schleichen, jede Kerze und jede Badematte bestaunend wie eins der sieben Weltwunder, den Wagen grundsätzlich in der Mitte schiebend, so, dass auch ja niemand vorbei kommt. Auch wenn sie mal von der Route abweichen und in die Gänge stratzen, lassen sie den Wagen genau da stehen, wo er gerade eben steht, nämlich in der Mitte. Während man dann versucht den Einkaufwagen zur Seite zu bugsieren fährt einem entweder eins der Terrorkinder in die Hacken oder ein Student mit einer Yuccapalme, der zwar ob des monströsen Gewächses nichts mehr sieht, aber Gottvertrauen genug besitzt einfach mal drauf los zu schieben. Er kann ja nicht ahnen, dass die Frau vor ihm einfach stehen bleibt. Aber was halfs, totz allem benötigte ich dringend eine Tischplatte, diverse Lampen sowie anderen Kleinkram und musste mich entsprechend durch die Massen wühlen. Am Servicestand wollte die Tante meine Bestellung nicht aufnehmen, nein da müsste ich in die Küchenabteilung. Also alles wieder zurück und in der Küchenabteilung in einer 20 Meter langen Schlange anstellen. Der Rentner, der schon dran war, als ich mich anstellte, benötigte ein Brett für seine Küche und für die Bestellung desselben geschlagene 20 Minuten. Die Energie meines Duldungsmodus war damit leider aufgebraucht und ich schnappte mir meinen Zettel, stampfte zu Servicestand 1 zurück und nötigte dort die Verkäuferin mit lauter Stimme jetzt und sofort meine Bestellung aufzunehmen. Sie wiederum jaulte sie würde sich mit Küchen doch gar nicht auskennen, nur mit Wohnzimmerschränken und Stühlen und Sofas. Aber mein böser Blick liess scheinbar ihren Widerstand erlahmen und sie bestellte endlich die verdammte Tischplatte für mich. An der Kasse ging es erstaunlich flott voran, was mir aber auch nicht meine ursprüngliche Gelassenheit zurückbrachte, die geschlagenen drei Stunden, die ich für das kleine Häufchen Sachen bvenötigt hatte, das da vor mir auf dem Band lag, hatten zu deutlich ihre Spuren hinterlassen. Unnötig zu sagen, dass der Heini in der Warenausgabe sich weigerte meine Platte auf den anderen Wagen umzupacken, der Kleinkram aber nicht auf den anderen Wagen draufpasste und ich so mit zwei Wagen zum Auto hechten durfte. Unnötig zu sagen, dass ich überall anstiess und mir ständig eine der Karren gegen die Knöchel donnerte. Unnötig zu sagen, dass die Arbeitsplatten, die wir im Baummarkt haben zurecht sägen lassen, nicht richtig passten und wir den ganzen Abend gesägt, gebohrt und geschliffen haben, um sie auf den Unterschränken zu montieren. Unnötig anzumerken, dass mein kleinstes Problem zur Zeit Sexpillen aus den Anden sind. ... link (0 Kommentare) ... comment Sonntag, 13. März 2005
Zeitsprung
frau g., 09:50h
Ich weiss nicht wie das passieren konnte.
Gerade sitze ich noch gemütlich am Frühstückstisch und höre Herrn G. sagen: "Guck doch mal hier in den Katalog wegen der Farben, Du wolltest doch renovieren, oder nich?" da finde ich mich auch schon im Baumarkt stehend wieder, in der einen Hand eine unglaublich lange Einkaufsliste, in der anderen einen Farbtester in "Vulcanrot". Verschiedene Baumärkte, PVC-Rollen, Pinselsets, Farbeimer und Kreppbänder zischen nur so an mir vorbei und nur einen Wimpernschlag später stehe ich bereits in der leergeräumten Küche und streiche das alte mintgrün mit einem sehr, sehr blauen himmelblau über. Und ich sehe mich staunend um, das enorme Renovierungschaos betrachtend und lasse mir von Herrn G. berichten, dass ich angeblich für Montag abend vier neue Arbeitsplatten den laufenden Meter für 19.95 bestellt haben soll. Plus 30,95 für´s zuschneiden der Ecken. Immerhin dunkelblau gesprenkelt und nicht in diesem sehr, sehr blauen himmelblau. "Die Spülbecken müssen wir übrigens selbst einpassen", teilt mir Herr G. mit einem unheilsschwangeren Unterton in der Stimme mit. Ich habe daraufhin den Eindruck mich hinlegen zu müssen und stolpere auf dem Weg ins Wohnzimmer über mehrere riesige Eimer mit der Aufschrift "zartbeige". Die Menge reicht für 210 qm Wand. "Oh mein Gott", denke ich nur "bitte, nicht das Wohnzimmer und das Esszimmer." Aber dort sind sie. Die Farbproben an der Wand. Nun gibt es also kein zurück mehr. Ich betrachte geplättet die meterlangen, dicht gefüllten Bücherregale, die CD-Sammlung, die monströsen, antiken Schränke bis in die kleinste Ecke gefüllt mit Porzellan. Alles werde ich ausräumen und verrücken müssen. Abkleben und abdecken. Meine Füsse werden abends schreien vor Schmerzen, meine Arme vor Muskelkater ächzen. "Tja," höre ich Herrn G. murmeln, "ich hab´s ja gleich gesagt. Renovieren ist Scheisse, hab ich gesagt. Aber auf mich hört ja hier eh keiner... Dabei bin immer ich der Arsch, der hier die Decken streichen muss." ... link (2 Kommentare) ... comment Donnerstag, 10. März 2005
Tulpen aus Amsterdam
frau g., 22:41h
Es wird spätestens dann Frühling, wenn es bei Lidl wieder diese netten 100g Dosen mit Blumensamen zu kaufen gibt, die ich mir dort jedes Jahr besorge und die nie was werden. Immer wenn ich meine, Mensch, diesmal hat´s geklappt, ist es doch wieder nur das Unkraut das spriesst wie blöd.
Natürlich werde ich es trotzdem erneut versuchen, ich lass mir doch vom blöden Unkraut nicht meinen persönlichen Frühling versauen. Auch der Plastikvorleger, im Gartenhaus, der den mit Bast bespannten Boden vor Nässe unterhalb der Spüle schützen soll, wird bald erneuert werden müssen. Eine Maus hat ihn im Winter vor Verzweiflung angefressen und ist sicher unter elendigem Bauchgrimmen gestorben. Hoffentlich aber draussen und nicht wieder unter meinem Sofa wie im Winter davor. Herr G. wird morgen das letzte Stück Hecke schneiden und dann wird der ganze Abschnitt weg gekokelt, ergo werden wir morgen abend wieder aussehen wie die Räuchermännchen und riechen wie Nicki Lauda nach seinem berühmten Crash. Trotzdem ist es ein guter Grund einige Stunden an der frischen Luft zu verbringen und sich dabei ordentlich zu bewegen. Fitnessstudios und Trimmgeräte sind mir ein absoluter Greuel, aber Gartenarbeit ist für mich meditativ und hinterher hat man sogar was davon, eine grüne Oase nämlich und auf die freue ich mich schon. ... link (0 Kommentare) ... comment ... older stories
|
Online seit 8068 Tagen
Letzte Aktualisierung: 2013.07.29, 16:19
Besucher
Mail to
fraugeh klammeraffe web de
status
Menu
Kurioses im Netz
Mittens - die abgedrehteste Katze im WebDas fabulöse Gummibärchen Orakel Suche
Kalender
Letzte Aktualisierungen
Es is heiss!
Es ist warm. So warm, dass man nicht viel machen kann... by frau g. (2013.07.29, 16:19) Politisch korrektes Deutsch
O.k.... man hat ja meist ein gewisses Selbstbild von... by frau g. (2012.01.02, 12:23) Sie haben eine ganz tolle...
Sie haben eine ganz tolle Einstellung dazu, deswegen:... by sid (2010.11.24, 13:43) |