| Frau G. |
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Montag, 10. Januar 2005
Standing still
frau g., 00:37h
Tja, Freunde der Sonne, dieses Wochenende mal wieder keine Einträge von meiner Seite.
Dabei habe ich so viel getippt und aufgeschrieben. Und dann schliesslich doch entschieden es geizig für mich zu behalten. Ich denke das ist erstmal besser so. Und in zwei oder drei Wochen werde ich´s mir nochmal durchlesen und dann neu mit mir verhandeln. Manchmal frage ich mich, weshalb ich so wenig wirklich Privates hier schreibe. Und dann fällt mir wieder ein wer hier so alles mitliest. Oder mitlesen könnte. Und ich verliere die Lust am bloggen. Das ist schade. Aber wohl der Preis den man zahlt, wenn man sich entscheidet nicht anonym zu bloggen. Wenn man entscheidet RL Kontakte mit Onlinern zu pflegen. Wenn Verwandte und Bekannte die Möglichkeit haben mitzulesen. Das engt ein. Zumindest wenn man, so wie ich, das starke Bedürfnis nach einer gewissen Privatsphäre verspürt. Also nicht unbedingt seine Schlüpfer als Foto posten möchte, oder den Rest der Welt über den Grad momentan praktizierter Sexualität informieren. Mir reicht es schon zu Genüge, wenn mir "Eintagsfliegen", deren Namen ich nicht mal mehr wusste, von vor 10 Jahren über das Netz hinterherspionieren und mich mit Mails zutexten, in denen sie über eine gemeinsame, elekterisierende Vergangenheit schwadronieren, die es so nie gab. ... link (0 Kommentare) ... comment Mittwoch, 5. Januar 2005
Gänsehaut
frau g., 17:05h
Blogs sind so bunt wie Bonbons. Manche witzig, manche ernsthaft, manche unterhaltsam, manche peinlich, einige auch nur ziemlich langweilig.
Und dann gibt es da noch die ganz speziellen Blogs, bei denen ich alleine durch das reinlesen Gefahr laufe in Depressionen zu fallen. Diese Ichsehscheisseaus-Keinerliebtmich-Meinlebenistgrauenvoll- Ichlebeumzujammern-Blogs. Und mich befällt beim Lesen eine Gänsehaut, weil ich mich jedesmal frage wie man verflixt nochmal so leben kann. Sich unendlich treiben lassen kann durchs tiefe Tal der Tränen, auf der Suche nach Mitleid und einer Energiequelle, die es anzuzapfen gilt, weil man sich weigert selbst die notwendige Energie aufzubringen und Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Statt dessen wird mit bemerkenswert grosser Ausdauer gejammert und gehadert und gejault. Und erstaunlicherweise gibt es stets genug Publikum, dass dem Trauerspiel die Bühne liefert und die ersehnte Aufmerksamkeit schenkt. Warum das so ist? Wahrscheinlich weil es der deutschen Mentalität entspricht hauptsächlich jene Menschen interessant zu finden, die im Dreck sitzen, sich dabei öffentlich zur Schau stellen und auf die Brust schlagend ihre diversen Makel deklamieren. Seelische und/oder körperliche Wracks, denen man Glückskeks-Ratschläge erteilen kann. Wohingegen starke Persönlichkeiten, zurückhaltende oder stolze Personen eher den Neid der platten Masse hervorrufen. Man solle sich doch bitte nicht so wichtig nehmen, wird dann gerne geätzt. Kleine Info: wir alle sind wichtig. Jeder einzelne Mensch. Nur benötigen die, die das selbst erkannt haben kein Publikum, um sich das wieder und wieder bestätigen zu lassen. Meiner Meinung nach erheblich weniger anstrengende Zeitgenossen. Ich für meinen Teil werde auch 2005 niemanden mit Schokoladensirupgeschwafel von der Brückenbrüstung locken. Ich wünsche höchstens guten Flug. ... link (4 Kommentare) ... comment Dienstag, 4. Januar 2005
Wunschpunsch
frau g., 11:53h
Ich will ja hoffen, liebe Leser, dass Ihr alle so gut ins Neue Jahr gekommen seid wie Herr G. und ich.
Einer schönen, alten Tradition folgend feiern Herr G. und meine Wenigkeit den Jahreswechsel grundsätzlich nur zu zweit. Das hat sich am Anfang unserer Beziehung zufällig so ergeben und blieb dann aus Wohlgefallen bis heute so, immerhin schon zum siebten Mal. Paare, die dauernd Entertainment von aussen benötigen, um sich nach all den Jahren noch ertragen zu können, finden das natürlich schnarchlangweilig. Weibliche Singles, die sich schon seit all den Jahren regelmässig sämtliche Körperhaare unter Schmerzen mit Wachs entfernen und fettarm leben, um toll in Form zu sein falls sie endlich mal den Richtigen treffen sollten, finden das hingegen total romantisch. Und männliche Singles, die sich just von einer Freundin getrennt haben, die sie all die Jahre zu öden Racletteessen mit ihren widerlichen Freunden, engen Smokings und grauenvollen Spieleabenden gezwungen hat, erstarren vor Ehrfurcht, dass es auch anders geht. Natürlich hängen auch wir nicht im Trainingsanzug auf dem Sofa herum und gucken zwanzig Mal Dinner for One. Ganz abgesehen davon, dass ich Dinner for One noch nie lustig fand, brezeln wir uns jedes Jahr auf für unsere eigene Party was das Zeug hält, Herr G. und Frau G. schreiten also in Abendkleidung zu Tisch und widmen sich einem Fleischfondue, das sich sehen lassen kann. Übrigens Fettfondue, denn wenn ich Brühe will, dann mache ich mir einen Bengalischen Feuertopf. Aber bestes Rinderfiiet abzukochen, nur weil man 5 Kalorien sparen möchte, halte ich für eine schwere Sünde. Und während das Fleisch im Fett vor sich hinschmurgelt, gucken wir zur Einstimmung Ekel Alfred dabei zu, wie er Punsch fabriziert und mit der dusseligen Kuh Tango tanzt. Danach folgt übergangslos der Einwurf einer DVD die wir immer schon mal sehen wollten, den Film aber im Kino leider verpasst haben. Manchmal spielen wir danach Scrabble und meistens schlage ich Herrn G. was die Stimmung kurz ein wenig trübt. Aber spätestens beim Bleigiessen gegen halb zwölf sind wir uns wieder einig. Wir nörgeln, weil alles was wir giessen entweder total gleich aussieht, nämlich wie ein Bleitropfen, oder nicht identifizierbar ist, weil es nicht auf der blöden Deutungs-Pappe steht. Kurz vor zwöf öffnet Herr G. dann den Schampus und ich selbst öffne die Tüte mit den Wunderkerzen. Um zwöf wird geherzt und geküsst und Schönes gwünscht wir tanzen mit Glas und Wunderkerzen den Neujahrswalzer. Diesmal war´s "Thats Amore" von Dean Martin. Geböllert wurde von uns übrigens nicht, Stammleser werden sich vielleicht an mein Missgeschick vom letzten Mal erinnern. Ich wollte zum Jahreswechsel 2004/2005 nichts riskieren und habe das Geld für die Knallerei dann lieber gespendet. Ausserdem haben wir vom zweiten Stock aus einen prima Blick auf das Feuerwerk das über der Alster abgeschossen wird. Nachdem den engsten Verwandten per Telefon oder SMS ein Frohes Neues Jahr gewünscht worden ist, kocht Herr G. Kaffee und dazu gibts dann frische Berliner. Und danach quatschen wir solange wir Lust haben, bis in den Morgen hinein. Ich glaube in diesem Jahr war es gegen halb fünf als wir endlich ins Bett wankten. Seltsam. Früher, als ich in einer nicht sehr glücklichen Beziehung steckte, habe ich Sylvester gehasst. Und das obwohl wir immer was Bombastisches unternommen haben. Aber heutzutage freue ich mich jedes Jahr darauf gerade diesen Tag, den letzten im Jahr, ganz alleine mit meinem Mann zu verbringen. Irgendwas muss er richtig machen, der Herr G.. Und fast hätte ich es vergessen: euch allen nur das Beste für 2005. Wer immer hier auch mitliest. ... link (2 Kommentare) ... comment ... older stories
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Letzte Aktualisierung: 2013.07.29, 16:19
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Es ist warm. So warm, dass man nicht viel machen kann... by frau g. (2013.07.29, 16:19) Politisch korrektes Deutsch
O.k.... man hat ja meist ein gewisses Selbstbild von... by frau g. (2012.01.02, 12:23) Sie haben eine ganz tolle...
Sie haben eine ganz tolle Einstellung dazu, deswegen:... by sid (2010.11.24, 13:43) |