Fu Kar We: F R a U is for me (and Tatouage) G
Frau G.
Freitag, 8. Oktober 2004
Alles ist gut
Gut für mich sorgen wird mir eigentlich immer wichtiger. Wenn ich bedenke was ich in früheren Jahren alles für einen Mist konsumiert habe, wohlwissend, dass er mir nicht bekommt - schön blöd. Andererseits wohl auch ziemlich normal. Seinen eigenen Weg zu finden, fernab von der dahintrottenden Masse bedarf einfach einer gewissen Lebenserfahrung. Die hat man mit 20 nicht. Ich hatte sie jedenfalls nicht. Trotzdem möchte ich diese Zeit nicht missen. Weil sie der Grund ist dafür, dass ich mich überhaupt weiter entwickeln konnte.

Heute geniesse ich die Möglichkeit mein Leben so zu gestalten wie ich es möchte. Mit Menschen, die ich mag, mit Essen das mir gut tut und auch noch lecker schmeckt, mit Aktivitäten die mir Spass machen. ich bilde mich jeden Tag weiter und geniesse jeden Moment, den ich nutzen kann um etwas zu lernen.

Das Leben ist so aufregend und schön. Das wirklich zu verinnerlichen, braucht Zeit, Lektionen in Demut und das Glück geliebt zu werden, so wie man ist. All das lässt mich erkennen wieviel ich besitze. Alles ist gut.

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Mittwoch, 6. Oktober 2004
Gutes tun
Eine fromme Tugend, aber allzu oft als Egoismus bezeichnet, wenn man es auf die eigene Person anwendet. Nächstenliebe ja, Selbstliebe nein?

Schon Shakespeare schrieb: Des Ruhmes Würdigkeit verliert an Wert,/ wenn der Gepriesene selbst mit Lob sich ehrt.
Meine Grossmutter allerdings pflegte zu sagen: Gutheit ist Dummheit.

Das sollte heissen, dass Derjenige, der anderen immer nur Gutes will und sich selbst und seine Prinzipien dabei vergisst eine Dummheit begeht. Eine Dummheit an sich selbst.

Ich finde da ist eine ganze Menge dran. Nächstenliebe gut und schön, aber doch in gesundem Mass. Aber was ist gesund? Gesund ist, für andere da zu sein, ohne sich selbst zu vergessen, ohne die eigenen Wünsche und Träume zu verkrüppeln, ohne Emotionen zu verbiegen.

Unterdrückte Emotionen machen krank. Sie stauen und blockieren den Weg nach vorne. Und ist man erst mal krank, folgt rasch eine gewisse Verbitterung, verbunden mit der Frage: "Und wer ist nun für mich da? So wie ich für alle anderen da war?" Denn meist lautet die harte Antwort: "wenige." oder gar "niemand."

Deshalb sollte jeder Mensch versuchen nicht nur für andere, sondern in erster Linie auch für sich einzustehen, sich selbst zu zu hören, gut zu raten, wohlwollend zu urteilen, zu lieben, zu trösten.
Wer jetzt laut "Egoist" brüllt, sollte mal darüber nachdenken, ob er sich nicht deshalb so schwer damit tut, weil er selbst sich eine gesunde Form der Selbstliebe einfach nicht gestatten kann.

Denn es ist erheblich leichter anderen zuzuhören als sich selbst. Andere zufrieden zu stellen ist kein Problem, aber wer ist schon zufrieden mit sich selbst?

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Sonntag, 3. Oktober 2004
Frau Torheit fiebert nach Verführung
Wer bibelfest ist kennt dieses Zitat.

Wer eine Familie hat, kennt ausserdem das Gefühl der Unerträglichkeit , Kontakt mit einem Menschen pflegen zu müssen, der einem zutiefst zuwider ist und dessen Gesellschaft man nicht einmal auf einer einsamen Insel suchen würde.

Genetisch ähnlich doch praktisch vollkommen verschieden zu sein ist kein Widerspruch.

Thomas Hobbes schrieb:
"Wir finden drei Gründe für den Streit in der menschlichen Natur: erstens Konkurrenz, zweitens Mangel an Selbstvertrauen, drittens Sucht nach Anerkennung."

Gründe gibt es ja für fast alles auf der Welt, allein den Grund zu kennen verbessert den Zustand nicht. Darauf zu warten, dass der andere sein inakzeptables Verhalten erkennt und ändert, ist verschwendete Zeit. Nur die eigene Konsequenz bewegt etwas im Kosmos des Einzelnen

Das Abstruse in dieser Welt ist aber, daß die Dummen sich todsicher und die Klugen voller Zweifel sind.

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Letzte Aktualisierung: 2013.07.29, 16:19