Fu Kar We: F R a U is for me (and Tatouage) G
Frau G.
Montag, 18. April 2005
Telegramm vom Wochenende
Spät gefrühstückt.
Leere Autobahn vorgefunden.
Lauthals über die perfekte Welle gesungen.
Am Wegesrand gehalten.
Kindskopf grosse Kohlrabi gekauft.
Angekommen.
Seeluft getankt.
Sonne getankt.
Krabbenbrot gegessen.
Eis gegessen.
Mehr Seeluft, mehr Sonne = leichtes brummen im Schädel um k.o. um 11 Uhr abends.

Erneutes, noch späteres Frühstück mit Doug und Carrie Heffernan und klebrigen Franzbrötchen.
20 Zentner Altpapier entsorgt.
Noch mehr Sonne im Garten getankt.
Herzschemata bunt ausgemalt.
Geschriebenes erneut abgeschrieben.
Den Geruch von Holzfarbe widerlich gefunden.
Hummeln beobachtet.
Frösche beobachtet.
Den Teich aufgefüllt.
Gartenhaus gesäubert und aufräumt.
Lungenschemata bunt ausgemalt.
Zuhause den Kindskopfgrossen Kohlrabi gekocht.
Festgestellt, dass er zart war wie Butter.

Übertragbar auf das gesamte Wochenende.
Hallo Montag!

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Freitag, 15. April 2005
Endlich Wochenende
...sollte man meinen, aber für uns wirds diesmal trotzdem Verpflichtungen geben. Bei dem schönen Wetter macht aber alles eh viel mehr Spass, also Verpflichtungen, ich sehe Euch mit Gelassenheit entgegen. Ätsch!

Ich war geraee eben sehr erstaunt wie lange ich nicht mehr gebloggt habe, dabei passiert in meinem Leben momentan mehr denn je, aber allein die Zeit fehlt mir alles aufzuschreiben und manches behalte ich aus bekannten Gründen auch lieber ganz egoistisch für mich.

Die Renovierungsphase ist so gut wie beendet, ein paar Kartons mit Maluntensilien stehen noch herum und erinnern daran, dass in einigen Tagen auch noch das Bad fällig ist, aber ganz ehrlich, gegen den bereits geleisteten Arbeitsaufwand ist das echt ein Klacks.

Das ausräumen des Arbeitszimmers, um es neu streichen zu können, haben wir genutzt um alten Kram oder Ungenutztes zu entsorgen, einiges wanderte in die Ebay-Kiste, der Rest gnadenlos auf den Müll. Der dabei aufgewirbelte Hausstaub lässt Herrn G. nachts leider wenig schlafen, Staubmilben und Frühlingsblühen zusammen ist mehr als seine Bronchien ertragen wollen. Wer kann es ihnen verübeln. wahrscheinlich werde ich mal eines dieser unsäglichen Antiallergie Sprays besorgen, mit denen man zumindest das Bett bis zu 80% Milbenfrei bekommen soll, vielleicht ist das dem Nachtschlaf ja dienlich.

Ausserdem war ich heute bei IKEA und habe dort alle möglichen Kisten und Kästen besorgt, um Kleinkram unterzubringen, der sonst auch nur einstaubt oder auf Nimmerwiedersehn irgendwo in irgendwelchen Tüten oder im Keller verschwindet. Nach und nach trudeln meine Fachbücher ein, ich habe schwer ebay-geshoppt und mir zur Einschulung *haha* einiges gegönnt, das nicht unbedingt ähem fachbezogen ist.

Gleich werden Herr G. und ich Blumen kaufen gehen, für unseren Garten, der sich gestern schriftlich bei uns beschwert hatt wo denn der bestellte Rindenmulch bliebe und die 20 Töpfe Männertreu die er bestellt hat. Und schöne Grüsse auch vom Gartenhaus, es möchte nun endlich mal gestrichen werden.

Morgen besuchen wir meine Schwiegermutter, die an der Nordsee kurt und Sonntag muss und werde ich mich hinsetzen und lernen, das Herz-Kreislauf System hat es durchaus in sich und ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei meinen Lateinlehrern bedanken, die mich jahrelang mit ihrem Unterricht gequält und durchs Grosse Latinum geprügelt haben, nun kommt es mir tatsächlich doch noch zugute,

Mir selbst geht es übrigens trotz Stress körperlich ganz gut, wahrscheinlich weil es sich um angenehmen Stress handelt. Trotzdem macht sich die gestörte Blutbildung durchaus noch bemerkbar und ich werde zusätzlich zur Akupunktur wieder eine Kräuterkur einschieben müssen, auch wenns nervt und widerlich schmeckt.

Wer sich naturheilkundlich und alternativmedizinisch behandeln lässt, braucht neben Disziplin vor allem Ausdauer und Geduld, das muss ich einfach mal so sagen. Ich habe nun rund 40 Akupunktursitzungen und drei Kräuterkuren hinter mir und bereits nach den ersten 10 Mal nadeln, hatte sich spürbar etwas verändert, einen echten Gesundungsschub gab es nach rund 20 Sitzungen. Zusätzlich habe ich noch über mehrere Wochen pflanzliche, blutbildende Mittel genommen.

Nun war ich allerdings auch lange und schwer erkrankt, andere Krankheitsbilder als meines lassen sich ganz sicher deutlich schneller behandeln.

Ich bin noch immer nicht 100% gesund, aber ich kann arbeiten, schmeisse den Haushalt und gehe zur Schule und wenn der Akku bei mir dann abends schneller leer ist als bei anderen, dann kann ich damit durchaus leben.

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Mittwoch, 6. April 2005
Lebbe geht weider
Jaja, der Papst ist gestorben. Schlimm. Er war so ein guter Mensch. So tapfer. Hat bis zuletzt gekämpft.

Und bis zuletzt war er ein vehementer Gegner von Empfängnisverhütung, Abtreibung und der Eheschliessung homosexueller Paare.

Jesus wäre sicher begeistert gewesen über so viel Charakterstärke. Der hat diese Sorte Leute ja ganz besonders gern gemocht.

Ein echter Grund also über den Verlust einer so aussergewöhnlichen Persönlichkeit tief zu trauern. Besonders weil der arme Mann erst knapp über 80 war. Quasi in der Blüte seiner Jahre dahin geschieden. Tragisch.

Und dabei hat er z.B. den Aids kranken und verhungernden Kindern aus Afrika, die aufgrund seiner Intervention überhaupt erst so zahlreich geboren wurden, doch immer so schön Trost gespendet und keiner konnte so fein simultan übersetzt in 100 Sprachen "seid fruchtbar und mehrert Euch" in die Hungergebiete dieser Welt tröten. Wer soll diesen anstrengenden und wichtigen Job denn jetzt bloss übernehmen?

Gegen diese bange Frage und diesen Schicksalsschlag für die gesamte Welt, können weder der Tod von Harald Juhnke, noch der von Rainier von Monaco anstinken.
Und beide haben auch nicht ganz so gute Chancen im Nachhinein heilig gesprochen zu werden.

Während der Papst nämlich ganz bescheiden und im Geheimen Krebskranke, Lahme und Blinde unter der Option das ja nicht weiter zu erzählen heilte, verwandelte Rainier lediglich einen maroden, öden Felsenstadtstaat in ein luxeriöses Spielerparadies und eine noble Steuerfluchtstätte und Harald Juhnke regemässig volle Weinfässer in leere. Letzteres reicht jedenfalls garantiert nicht zu einer Heiligsprechung.

Das Leben geht weiter, ist scheinbar aber oft ungerecht. Warum sonst ist wohl ausgerechnet Johannes Paul II. langsam und qualvoll gestorben?

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Letzte Aktualisierung: 2013.07.29, 16:19