| Frau G. |
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Samstag, 20. März 2004
Sing mein Sachse sing
frau g., 16:50h
Nein, ein Sachse war nicht dabei, aber immerhin wollte ein Schweizer als bester Deutscher zum Grand Prix nach Istanbul geschickt werden. Soweit kams dann aber gestern Abend doch nicht.
Max, der überreife Abiturient, den stylingtechnisch scheinbar Barbara Becker beraten hatte ("Du, zusammengewachsene Augenbrauen und Schamhaarfrrisuren liegen jetzt voll im Trend!") legte eine ganz ordentliche Leistung auf dem Barhocker hin und darf nun Germany in Turkey vertreten. Hossa. Scooter war ja mein heimlicher Favorit, ich hätte gerne die Gesichter der Leute in Istanbul gesehen, wenn die Vorsängertucke "hyper hyper, i am the Weichspüler" schreiend die Bühne gestürmt hätte. Mächtig abgestunken haben die Geheimtipps Mia (Sängerin Muschi kam im Nachthemd ihrer kleinen Schwester) und Sabrina Setlur. Kein Wunder, beide hatten irgendwie lahme Songs und eine schlechte Live Performance geboten. So wird das natürlich nix. Westbam war einfach nur peinlich und Wonderwall so langweilig wie die öden Blogkritiken schnarchiger Hobbyfilmkritikerinnen. Beide haben seltsamerweise Fans und man fragt sich allerdings weshalb und wieso... Tina Frank konnte auch ohne Olli P. leider nicht wirklich singen und Overground fehlte es ebenfalls erheblich an Stimme. Mir hat Laith Al-Deen:ganz gut gefallen, aber wie fast allen Liedern an diesem Abend fehlte seinem Song der Pepp. In der Wahlpause gab es dafür eine nette Einlage der 10 Tenors, mit einem Ralph Siegel Potpurri. Ja, sowas gibt es auch. Hinter der Bühne verhielt man sich leutselig, Moses P. brach Stefan Raab ausnahmsweise mal nicht die Nase, im Gegenzug rief dieser dann aus lauter Dankbarkeit für Sabrina Setlur an. Leider konnte man die Co-Moderatorin Sarah Kuttner nicht rauswählen, gegen die sogar ehedem Sofie Rosentreter selig bei Big Brother I eine professionelle Moderation hinlegte. Vielleicht hatte sie auch an Scooters Drogenvorrat genascht. Sie steppte jedenfalls fortwährend laut ins Mikro brüllend über die Bühne, wie der Duracell-Hase auf Ecstasy. Wenigstens dürfen sie und der lahmarschige Pilawa nicht mit zum Grand Prix reisen. Istanbul, wir kommen... ... link (6 Kommentare) ... comment Freitag, 19. März 2004
Trendy
frau g., 11:27h
Heute Nachmittag habe ich ein heisses Date, ich geh zum Frisör.
Heiss deshalb, weil das Thema Frisör seit Jahren mein Dauerbrennerthema ist. Mit meinem Haar bin ich heikel. Es ist sehr lang und sehr schwer und benötigt deshalb einen guten Schnitt. Früher trug ich eine Dauerwelle. Der Frisör bekam beim wickeln regelmässig Unterarmkrämpfe und wenn die Welle gut 10 cm herausgewachsen war, sah ich manchmal aus wie ein geplatztes Sofakissen. Also liess ich die Welle langsam herauswachsen. Dann trat Enno in mein Leben, Stylist und Entertainer in einem. Seine Sätze beendet der gerne mit dem Idiom "Ja, ne?!" Enno frisierte mich zu meiner Hochzeit bei mir zuhause. Ein Prosit gegen das Lampenfieber folgte dem nächsten und eine Stunde vor der Trauung waren wir beide voll wie tausend Mann. Aber die Hochsteckfrisur sass bombenfest. Den ganzen Tag. Das muss man ihm lassen. Enno fand Dauerwellen seien hochgradig ordinär und er machte grundsätzlich niemals nie nicht irgendwem eine Dauerwelle. Auch der Königin Silvia nicht, sollte sie je darum bitten. Das sei ja wohl klar, ne?! Ich ging also weiter zu Enno, der mich per Schnitt von meiner Dauerwelle befreite und ebenfalls per Schnitt davon überzeugte, dass auch glattes Haar mächtig gut aussehen kann. Allerdings wurden seine Schnitte immer radikaler mit der Zeit. Er sah mich ja mehr kurz, ne?! Herr G. sah mich aber eher lang. Und ich sah mich irgendwo dazwischen, aber gesträhnt. Als Enno seine Terminvergabestrategie änderte, man konnte nicht mehr mit seiner Mutti bequatschen, wann man aufschlagen durfte, nein, man sprach aufs Band und wurde dann zurück gerufen, aber nur wenn man Stammkundin war, kam es endgültig zum Bruch. Ich war zwar Stammkundin, hatte aber trotzdem keine Lust vor dem Telefon zu sitzen, um wie ein verliebter Teenie auf Ennos Rückruf zu warten. Ich mag Enno, aber der Tag an dem ich bei meinem Frisör schwerer einen Termin bekomme, als beim Bundeskanzler wird mein letzter sein. das habe ich mir geschworen. Nun gehe ich also zu Cut for friends, oder wie es in Blogdeutsch heissen würde C´t 4 friendz... Da bekomme ich spontan einen Termin, denn die Moni hat auch zwischendurch mal Zeit, Du. Und wenn nicht dann schneidet halt der Michi oder die Kati oder die Susi. Allerdings überlege ich jetzt schon zwei Tage vorher, was ich am besten anziehe und wie ich mich am genialsten schminken soll, damit ich bei den hippen Hippen nicht so auffalle. Ausserdem werde ich mir zuvor noch die Haare waschen, weil der Büsal, der total trendy Türke mit dem Piraten-Kopftuch und dem Ziegenbart, der immer die Strähnen macht, mich letztes Mal angepflaumt hat ich hätte Schuppen und meine Haare wären fettig. Ich warf zwar ein, die Moni hätte angeordnet, dass ich mit ungewaschenem Haar komme, weil dann das Strähnen färben besser klappt, aber Börek liess diese lumpige Ausrede natürlich nicht eine Sekunde gelten. "Hast Du Schuppen, musst Du zweimal waschen", trompetete er durch den Salon, so dass ich vor Scham fast gestorben wäre. Selbstredend traute ich mich danach nicht mehr zu fragen, ob er zweimal am Tag, zweimal die Woche oder zweimal im Jahr meinte... Wobei sich Bünsel mal nicht so aufspielen sollte, wer weiss, was sich unter dem Kopftuch so alles abspielt? ... link (6 Kommentare) ... comment Donnerstag, 18. März 2004
Frauen auf Reisen
frau g., 14:18h
Ich gebe es zu, ich gehöre zu den Frauen, die immer und grundsätzlich zu viele Klamotten einpacken, wenn sie in Urlaub fahren. Dabei sieht die Liste, die ich mir als erstes anlege, eigentlich ganz harmlos aus. Zwei DIN A4 Seiten, eine mit Klamotten, eine für den Rest.
Aber ich habe kaum die Hälfte der ersten Liste eingepackt und schon ist der Koffer so gut wie voll. Der grosse Koffer. Der Koffer, mit dem theoretisch auch zwei Menschen ihren Kram für 14 Tage Urlaub transportieren könnten, aber eben nicht zwei Menschen wie Frau G.. Koffer für eine Kur zu packen ist ausserdem noch viel schwieriger, als für einen normalen Urlaub, denn zusätzlich zu allem anderen muss ich massenweise Sportklamotten, T-Shirts ohne Zahl und zwei Paar Turnschuhe mitnehmen, eins für die Halle und eins für Sport am Strand. Natürlich 20 Paar Sportsocken, denn zweimal kann man müffelnde Turnschuhsocken ja nicht tragen. dazu noch 10 Paar Socken zum ausserhalb des Sportes tragen, 3 Paar nagelneue Strumpfhosen und ein Paar Kuschelsocken von Bine Bröhl, sowie Wapitis Hüttenschuhe. Allein der extra kuschelige, bis zum Boden reichende Bademantel und mein Lieblingsbadetuch Deluxe brauchen strenggenommen bereits einen ganzen Koffer für sich alleine. Dazu kommen dann noch diverse Jacken, denn man weiss ja nicht ob es total kalt ist, oder total warm, ob es regnet wie blöd oder ob der Wind pfeifft, dass einem die Ohren abzufallen scheinen. Da benötigt Frau G. Auswahl! Jeansjacke, Allwetterjacke, Lederjacke, Nadelstreifenblazer für den guten Anlass und mein leichter rehbrauner Tuchmantel der so schön zu den italienischen Stiefeletten passt. Damit wären wir bei den Schuhen. Die benötigen definitiv eine Extratasche. dazu brauche ich gar nicht mehr zu sagen... 10 Bücher, falls ich lesen möchte, mein Laptop falls ich schreiben möchte, massenweise CDs für unterwegs und einen alten Gameboy von Herrn G., falls ich was spielen möchte. Allerdings bezweifle ich, dass ich feinmotorisch genug agieren kann, um das Mistdings zu bedienen. Einen Knirps falls es regnet, diverse Mützen, Sonnenbrille und meine Digicam. Für die Schönheitspflege habe ich ein Beauty Case, das aber leider nie ausreicht, so dass Sonnencreme, diverse Gels, Peelings und Bodylotions trotzdem mit in den Koffer gequetscht werden müssen. Sogar für meinen Haarschmuck habe ich einen kleinen Mini-Extrakoffer, den mir eine wohlmeinende Freundin verehrt hat, die meine Problematik zu kennen scheint... Entspannung tritt meist erst ein, wenn ich tatsächlich auf der Autobahn bin. ... link (6 Kommentare) ... comment ... older stories
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Letzte Aktualisierung: 2013.07.29, 16:19
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Es is heiss!
Es ist warm. So warm, dass man nicht viel machen kann... by frau g. (2013.07.29, 16:19) Politisch korrektes Deutsch
O.k.... man hat ja meist ein gewisses Selbstbild von... by frau g. (2012.01.02, 12:23) Sie haben eine ganz tolle...
Sie haben eine ganz tolle Einstellung dazu, deswegen:... by sid (2010.11.24, 13:43) |