Fu Kar We: F R a U is for me (and Tatouage) G
Frau G.
Dienstag, 13. Januar 2004
Lache, wenn es nicht zum weinen reicht
Tausend Haare in der Suppe und dein Löffel hat ein Loch
Es fällt keine Sternschnuppe, deine Kerze hat keinen Docht
Dich quält ein unendlicher Schluckauf, dein Spielfeld ist ständig verschneit
Und deine Schaltung klemmt im Leerlauf, selbst deine Kriechspur ist vereist
Im Bus der Zeit hast du nur einen Stehplatz
Einen Stehplatz, einen Stehplatz im Schleudertraum
Du tust jedem jeden Gefallen, bist bescheiden und bemüht
Du wirst benutzt von allen, erntest kein danke, nur einen Tritt
Das Jammertal hat auch geschlossen, die Klagemauer ist belegt

Und gleicht ein Tag noch so sehr dem anderen
Ist das Leben unerträglich seicht
Und bist du innerlich längst ausgewandert
Lache, wenn es nicht zum weinen reicht

Dein Schiff schon ohne Ratten, der Kapitän bereits über Bord
Du bist von aller Welt verlassen, Leck geschlagen auf hoher See
Es steckt kein Geist mehr in der Flasche
Fürs Paradies fehlt die Phantasie
Die falschen Wünsch in Erfüllung, keine Liebe, keine Poesie

Keine Gefahr, keine Abenteuer, Gleichförmigkeit
Gleichförmigkeit, Melancholie

Und gleicht ein Tag noch so sehr dem anderen
Ist das Leben unerträglich seicht
Und bist du innerlich längst ausgewandert
Lache, wenn es nicht zum weinen reicht

Und nennen sie dich auch eine Mimose
Und schlurfst du ständig neben der Zeit
Es gibt für jedes Herz eine eigene Rose
Lache, wenn es nicht zum weinen reicht

Und greife endlich nach den Sternen
Kein Planet ist für dich zu weit
Sehnsucht kann man zum Glück nicht verlernen
Zum weinen bleibt noch so viel Zeit

Sehnsucht kann man zum Glück nicht verlernen, oder:
Zum weinen bleibt noch so viel Zeit

by( Herbert Groenemeyer)

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Der Kaffee ist fertig...
Aufgrund des allgemein Volksentscheids, hat Frau G. sich durch Regen und Wind und rote Ampeln mit vollkommen unsinniger Schaltung gekämpft, um die Kaffeeroesterei Burg im Eppendorfer Weg aufzusuchen. Jens Burg ist ein echtes Unikum, echter Eppendorfer und echter Kaffeeröster in der 2. Generation. Mitten in seinem kleinen Laden steht die alte, gasbetriebene Kaffeeröstmaschine von 1959 und drumherum soviel leckeres an Kaffee, Tee, Schokoladen und Co., dass man nicht zuoft dort aufschlagen sollte, sonst ist die Kohle schneller weg, als man seine Geheimzahl der Kreditkarte aufsagen kann. Billig ist der Spass nämlich nicht, aber dafür ziemlich köstlich. Lieber einen Becher von Burgs französischer Melange, als 10 Becher Jacobs Dröhnung.

Als ich den Laden betrat, erinnerte ich mich schlagartig an meine Grossmutter, die Zeit ihres Lebens grundsätzlich jede Tasse Kaffee selbst und nur von Hand gemahlen hat und dann das frische, duftende Pulver durch einen Porzellanfilter aufgoss. Sie trank ihren Kaffee stets pechschwarz und ass dazu die sogenannte schwarze Herrenschokolade mit 80% Kakaoanteil.

Sie war eine ziemlich bescheidene Frau, meine Oma, mit einer winzig kleinen Rente, aber diesen einen Luxus hat sie sich dennoch gegönnt.
Ich würde ihr gerne ein Paket dieses himmlischen Kaffees schenken und noch einmal auf den Sofa bei ihr sitzen, Herrenschokolade essen und mir ihre Geschichten anhören. Leider ist sie schon viele, viele Jahre tot.

Was mir wirklich gut gefallen würde, wäre später selbst genau so eine Grossmutter zu sein. Umgeben von Geschichten, Kaffeeduft und Herzenswärme. Ja, das würde mir gefallen.

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Montag, 12. Januar 2004
Bitte abstimmen
Was soll Frau G. morgen machen?

 
20% (1 Stimme)
a) Die Küche und das Klo putzen bis die Hände bluten und mal endlich die Bude aufräumen.

 
80% (4 Stimmen)
b) Frau G. muss sich dringend amüsieren und soll im Rahmen einer Shoppingtour durch die Nachbarschaft endlich diese kleine Kaffeerösterei in Eppendorf aufsuchen, um eine französische Kaffeemischung sowie diverse Sirups zu besorgen.

Insgesamt: 100% (5 Stimmen)

Angelegt von frau g. am 2004.01.12, 23:15.
Diese Abstimmung wurde am 2004.01.13, 20:14 beendet.

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Ab in die Falle
Herr G. hat heute im Gartenhaus eine Maus gefunden. Er wollte dort unsere Winterreifen abholen, die wir auf dem Dachboden deponiert haben. Wir lassen die Winterreifen immer erst in letzter Minute aufziehen und fahren dann so lange damit herum, bis die Aussentemperatur auf charmante 30° ansteigt.

Die Maus jedenfalls lag tot vor unserem neuen Sofa.
Ein PS Modell von IKEA. Also das Sofa, nicht die Maus. Immerhin zeigte der kleine Nager so viel Anstand nicht auf unserer crémefarbenen Couch zu verwesen.
Nun müssen wir wohl in den nächsten Tagen mal bei Tageslicht nachschauen gehen, woher das kleine Vieh bloss gekommen ist und ob es vielleicht auch noch seine ganze Mischpoke mitgebracht hat, Mäuse haben nämlich einen hoch entwickelten Familiensinn.

Vielleicht sollten wir einfach eine Falle aufstellen und die Maus dann nach draussen setzen. Falls wir eine fangen. Andererseits erfriert und verhungert sie draussen bestimmt. Mäuseköttel möchte ich aber auch nicht im Sommerhäuschen haben. Schon gar nicht auf dem neuen Sofa.

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Sonntag, 11. Januar 2004
Non established since 1910
St. Pauli hat den Mobile.de-Cup des HSV gewonnen. Tja, so kanns gehen. Im Hallenfussball die Nr. 1 in Hamburg und das als Regionalligist. Da hat es sich gelohnt den ganzen Tag im Schlafanzug auf dem Sofa herum zu lungern und nur aufzustehen um zu kochen oder aufs Klo zu gehn. Ich bin regelrecht geschlaucht von der ganzen Faulenzerei.

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Letzte Aktualisierung: 2013.07.29, 16:19